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Beeindruckende Besichtigung des Wasserkraftwerkes Forbach

 

(PS) Die BürgerEnergiegenossenschaft Teningen eG und der Gewerbeverein Teningen e.V. hatten am vergangenen Samstag eine Besichtigungsfahrt zur Wasserkraftwerk Forbach (Nähe Baden-Baden) durchgeführt.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Andreas Cordier, der sich über den regen Zuspruch –der Bus war voll besetzt- selbst in der Vorweihnachtszeit freute. Am Standort des Rudolf-Fettweis-Werkes –benannt nach dem damals ersten Direktor- begrüßten Margrit Haller-Reif und Hans-Peter Koritnik von der EnBW die 44 Besucher aus Teningen. „An unserem Standort finden Sie ein Netzwerk von Sammelbecken, Stauseen und Pumpspeicherkraftwerken vor“,  eröffnete Margrit Haller-Reif ihre umfangreichen Ausführungen. Das Schwarzenbach-Kraftwerk ist das erste technische Pumpspeicherkraftwerk in Europa und nutzt den Höhenunterschied von 360 Metern zwischen Stausee und Turbinen, die eine Gesamtleistung von 65 Megawatt erbringen.

Neben den vielen technischen Informationen wurden aber auch die jungen Besucher, die Jüngste ist 8 Jahre alt, bei dem Thema erneuerbare Energien mitgenommen. Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich zu der zwar allseits begrüßten Energiewende und den anstehenden Aufgaben in der Energiewirtschaft. „Einerseits kämpfen wir insbesondere in den Sommermonaten für den Absatz unseres Wasserkraftstromes und andererseits rechnen verschiedene unabhängige Institute eine Unterversorgung beim Strom im Süden ab 2016 vor“, brachte Hans-Peter Koritnik die Problematik auf den Punkt. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien sei der Betrieb von Spitzenstromkraftwerken völlig unwirtschaftlich geworden, da für wenige Betriebsstunden große Kraftwerksanlagen vorzuhalten sind. Sonne und Wind können aber nicht gesichert und dauerhaft die Netzstabilität garantieren, eine technische Ausfallversicherung müsse vorgehalten und finanziert werden.

„Wir sind kein Museumskraftwerk“, betonte Margrit Haller-Reif bei der anschließenden Besichtigung des Kraftwerkes. In der Maschinenhalle sind Turbinen und Generatoren vom ersten Bauabschnitt aus den Jahre 1918 noch voll funktionstüchtig im Einsatz. Gleichwohl läuft seit zwei Jahren der Genehmigungsantrag zur Erweiterung der Staubecken sowie Erneuerung von Kraftwerksmaschinen, um die Energieausbeute noch zusätzlich zu steigern. EnBW beabsichtigt am Standort rund 300 Mio EURO zu investieren.

Nach einem Mittagessen in Baden-Baden wurden Innenstadt und Christkindl-Markt besucht, so dass die Besichtigungsfahrt einen runden Abschluss nahm. Die BürgerEnergie-genossenschaft Teningen eG wird aufgrund des lebhaften Interesses in Zukunft weitere Fachbesichtigungen zum Thema Erneuerbare Energien anbieten. (www.buergerenergie-teningen.de).

 

Verfasser und Bild: Dr. Peter Schalk. Vorstand der BürgerEnergiegenossenschaft
Teningen eG

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