• wappen-teningenBürgerEnergiegenossenschaft Teningen eG


„Auf Anhieb ein großer Erfolg“

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71 Teninger Bürger gründen Energiegenossenschaft

 

Die erste badische BürgerEnergiegenossenschaft wurde am Donnerstag in der Zehntscheuer in Teningen gegründet. Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker sprach von einer „wahnsinnig stolzen Zahl“, als er als Versammlungsleiter die Anzahl der Bürger, die sich engagieren, feststellte: (in Worten) einundsiebzig.

 

Mit diesem Ergebnis hatten die engagierten Vorbereiter dieser Versammlung nicht gerechnet. Auch das gezeichnete Kapital verleitete den Bürgermeister zu der euphorischen Feststellung, von einer „überwältigenden Zahl“ zu sprechen: Auf Anhieb wurden 81 300 Euro von den 71 Genossen gezeichnet, ein klarer Beweis, dass die Teninger Bürger an diesem Umweltschutz-Vorhaben aktiv teilhaben wollen.

 

Es waren noch einige Interessierte mehr im Raum, als Hagenacker die Gründungsversammlung eröffnete und in seinen Begrüßungsworten auch auf die Mitwirkung des EnBW in der Vorbereitungsphase hinwies. Der Stromversorger unseres Raumes, der vertreten war durch den Leiter der Regional AG, Michael Gutjahr, und seinen Projektverantwortlichen Norbert Isele habe ein Interesse daran, regenerative Energien zu verwenden.

 

Dank der Mitwirkung und dem übergroßen Engagement von Klaus Steurer vom Rechnungsamt der Gemeinde und des Umweltschutzbeauftragten Holger Weis sei es auch möglich, das jetzt geplante Projekt – zwei Photovoltaikanlagen auf zwei Dächern des Bauhofs – vor dem 31. 12. 2009 in Betrieb zu nehmen und so noch die hohe Einspeisungsvergütung für zwei Jahrzehnte zu erhalten.

 

Bürgermeister Hagenacker konnte sich kurz fassen, ist doch das Projekt vor einigen Wochen vorgestellt worden. Er erläuterte auch die Gründe, vor allen Dingen steuerlicher Art, die so verhinderten, dass die Gemeinde einen solchen Wirtschaftsbetrieb aufbaut, sondern lieber sich an der Genossenschaft beteiligt. Hagenacker stellte die grundsätzlich umweltfreundliche Gemeinde vor. Auch wenn das Problem des Energieverbrauchs eine globale Dimension habe, müsse im Kleinen lokal reagiert werden.

 

Dann fingen die Regularien an und weil Elisabeth Strobel, die schon 14 Bürger-Energiegenossenschaftsgründungen in Württemberg mitgemacht hat, verlief auch die Teninger Gründung reibungslos, auch deshalb, weil jedem Anwesenden bereits ein Exemplar als Satzungsentwurf ausgehändigt werden konnte, durch den Strobel sachkundig lotste.

 

Nach einer Diskussion, die bewies, dass die Anwesenden sehr interessiert sind, wurde die Satzung verabschiedet und unterzeichnet, als Erster von Bürgermeister Hagenacker, dem 70 weitere Gründungsmitglieder folgten. Sie wählten dann den Aufsichtsrat, der aus elf Mitgliedern besteht: Kurt Haas, Heinz-Rudolf Hagenacker, Bernd Lang, Michael Kaiser, Pascal Kölblin, Siegfried Kunkler, Daniel Röder, Michael Sachse, Klaus Schätzle, Klaus Steurer und Jörg Weber.

 

Der Aufsichtsrat zog sich dann zu einer ersten Sitzung zurück und wählte in dieser Versammlung den dreiköpfigen Vorstand: Andreas Cordier, Gernot Limberger und Dr. Peter Schalk. Alles lief eigentlich tadellos. Nur mit diesem Erfolg hatten die Initiatoren nicht gerechnet, so dass mehr Kapital gezeichnet wurde, als für das jetzt anlaufende Projekt gebraucht wird. Aber der Umweltbeauftragte Holger Weis hat schon einige zusätzliche Dächer ausgemacht, die die BürgerEnergiegenossenschaft Teningen e. G. bald in Angriff nehmen wird. Ein Anteil ist 100 Euro wert. Es können maximal 50 Anteile gezeichnet werden.

 

Die Genossenschaft ist auf Expansion ausgelegt. Das wurde besonders deutlich, als Dr. Schalk auf den Informationsstand beim Weihnachtsmarkt hinwies, wo sich interessierte Bürger nicht nur informieren, sondern auch Mitglied werden können. Auch vorab gibt Holger Weis (Telefon-Nummer 5806-55) gerne Auskunft und die Aufsichtsratsmitglieder stehen beim Weihnachtsmarkt für Fragen zur Verfügung.

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